Zöliakie

ZölliakieBei der Zöliakie handelt es sich um eine Unverträglichkeitsreaktion gegenüber einer Fraktion des Glutens (Gliadin), ein Getreideprotein das z.B. in Weizen, Hafer, Gerste, Roggen und Dinkel vorkommt. Die führt zu einem immunologisch ausgelösten charakteristischen Umbau der Dünndarmschleimhaut mit Schwund der sog. Dünndarmzotten, die für die Resorption (Aufnahme) der Nahrungsbestandteile verantwortlich sind – deshalb findet man bei ausgeprägteren Formen auch sehr häufig Mangelerscheinungen und bei frühkindlichem Auftreten sogar Gedeih- und Wachstumsstörungen.

Die Zöliakie wird immer häufiger (1 von 100 Personen in Europa) im Erwachsenenalter diagnostiziert, einerseits über typische Veränderungen im Blutbild (sog. Antikörper) letzlich aber im Rahmen einer Gastroskopie durch Biopsie (Gewebsentnahme) im Dünndarm; hierbei sieht der Pathologe die charakteristischen histologischen Veränderungen der Zöliakie.

Zölliakie

Folgende Symptome können bei der Zöliakie auftreten:

  • Durchfall
  • Gewichtsverlust
  • Mangelerscheinungen, häufig Eisenmangel als Frühsymptom
  • Blähungen
  • In 10% der Fälle Hauterkankungen (Dermatitis herpetiformis Duhring) mit juckenden, symmetrisch auftretenden Bläschen an Ellenbogen, Knie oder Gesäß
  • Fallweise begleitend Schilddrüsenstörungen (3% ), Lebererkrankungen/Autoimmunhepatitis (1%), Diabetes mellitus (3%)

Die Therapie der Zöliakie besteht in der Vermeidung von glutenhältigen Nahrungsmitteln, hierunter bessern sich die Beschwerden meist innerhalt eines Monats, innerhalt eines Jahres verlieren die meisten Patienten die Antikörper, die Normalisierung der Histologie der Dünndarmschleimhaut dauert zumeist jedoch etwa 2 Jahre.