Reizdarmsyndrom

Reizdarm SyndromDas Reizdarmsyndrom (RDS) gehört zu den sogenannten funktionellen Magen-Darmstörungen, also Erkrankungen wo mit den herkömmlichen Diagnosemitteln (Röntgen, Ultraschall, Endoskopie) vorerst kein organischer Defekt gefunden werden kann. Es stellt die größte Diagnosegruppe in der Gastroenterologie dar und wird weltweit bei ca. 10-20% der Bevölkerung beobachtet!
Es besteht ein starker Zusammenhang zu psychischen oder physischen Stressbelastungen, häufig geht der Enstehung auch ein schwererer Darminfekt oder eine länger unerkannt gebliebene Nahrungsmittelunverträglichkeit voraus

Die Diagnose des RDS erfolgt anhand der sogenannten ROM-III-KRITERIEN:

  • Besserung nach dem Stuhlgang
  • Beginn der Symptomatik gemeinsam mit Änderung der Stuhlfrequenz
  • Beginn der Symptomatik gemeinsam mit Änderung der Stuhlkonsistenz

Häufig wird von den Patienten auch das Gefühl der unvollständigen Stuhlentleerung, Blähungen und Schleimbeimengungen berichtet.

Zusätzlich besteht beim RDS überproportional häufig eine Querverbindung zu anderen funktionellen Störungen wie Fibromyalgie („Weichteilrheumatismus“), chronic-fatigue-syndrom (chronische Müdigkeit), funktionelle Rückenschmerzen, Angstzuständen oder Depressionen.
Unerläßlich ist die Durchführung einer Coloskopie um organische Veränderungen (Polypen, chronisch entzündliche Darmerkrankungen…..) auszuschließen, vor allem dann, wenn Alarmsymptomen wie Gewichtabnahme, Blut im Stuhl, Entzündungszeichen im Blutbild vorliegen!

Letzlich bringt eine Akupunkturbehandlung, die über eine Beruhigung des vegatativen Nervensystems positiv modulierend auf die Darmmotorik wirkt, eine Symptomlinderung und deutliche Hebung der Lebensqualität – dies können Sie im gleichen Haus in der Ordination meiner Frau – Dr. Verena Ledl – durchführen lassen.